Nachlese zum Fachtag

Nachlese zum Fachtag

„Merkt ihr, dass ich traurig bin?“

Eine Annäherung an das Erleben demenziell veränderter Menschen.

Menschen mit einer Demenzerkrankung werden oft über Jahre mit zunehmenden Beeinträchtigungen und Verlusten von Fähigkeiten konfrontiert und nehmen diese zum Teil auch bewusst wahr. Hinzu kommt der Verlust von Kontakten und nahe stehenden Personen, z. B. durch Tod.
Damit auch in diesem Bereich ein empathischer und damit würdevoller Umgang gelingen kann, werden wir folgende Fragen erörtern: Wie erleben Menschen mit Demenz eigentlich diese zunehmenden Veränderungen? Empfinden sie darüber Trauer? Inwieweit nehmen sie dieses Gefühl überhaupt wahr? Woran erkennen wir Menschen mit Demenz, die Trauer empfinden und wie begegnen wir ihnen? Wie können wir sie in dieser Situation begleiten und unterstützen?
Die Teilnehmenden sollen in dieser Veranstaltung das Erleben von Menschen mit Demenz in den Mittelpunkt stellen und Handlungsmöglichkeiten für den Umgang mit diesen Gefühlen entwickeln.
Diese Veranstaltung richtet sich an alle, die beruflich, ehrenamtlich oder privat Menschen mit Demenz begleiten.

Der Veranstaltungsflyer als .pdf Datei.

Inhalte des Fachtages:

Nadine Gruschinski, Dipl. Geragogin/ Sozialpädagogin,
–Gerontopsychiatrische Beratungsstelle –Fortbildungsinstitut ambete.V. Braunschweig

Ein Leitfaden für Begleiter der Alzheimergesellschaft Braunschweig

Eine Annäherung an das Erleben demenziell
veränderter Menschen.
6. Nov. 2019 von Dr.in Carmen Birkholz, Essen

Kontakt

Malteser Hilfsdienst e. V.
Besuchs- und Demenzdienste / Don-Bosco-Haus
Göttinger Chaussee 147 / 30459 Hannover
Telefon: 0151 / 14 78 33 76 oder 0170 / 928 05 44
Besuchs-u.Demenzdienst.Hannover@malteser.org
www.malteser-hannover.de

Alzheimer Gesellschaft Hannover e. V.
Osterstraße 27 / 30159 Hannover
Telefon: 0511 / 726 15 05
kontakt@alzheimergesellschaft-hannover.de
www.alzheimergesellschaft-hannover.de

Eine gemeinsame Veranstaltung von
Malteser Hilfsdienst e. V. und Alzheimer Gesellschaft Hannover e. V.

10 Regeln zur Krankheit

Demenzkranke benötigen sehr viel Aufmerksamkeit und Hilfe, mit den 10 Regeln möchten wir Ihnen eine Unterstützung geben.

Regeln für das Leben mit alzheimerkranken Menschen

  1. Informieren Sie sich gründlich über die Krankheit
  2. Nehmen Sie den Menschen mit seiner Erkrankung so an, wie er ist.
  3. Versuchen Sie, die Gewohnheiten des Erkrankten beizubehalten.
  4. Lenken Sie Ihren Blick auf die noch vorhandenen Fähigkeiten.
  5. Ein überschaubarer und gleichbleibender Tagesablauf gibt dem Erkrankten ein Gefühl der Sicherheit.
  6. Nehmen Sie dem Erkrankten nicht alle Aufgaben ab.
  7. Versuchen Sie, durch langsames Sprechen und durch kurze Sätze mit nur einer Mitteilung Ihre Sprechweise zu vereinfachen.
  8. Reagieren Sie mit Ruhe und Gelassenheit auf Unruhezustände und Gereiztheit und versuchen Sie, den erkrankten Menschen abzulenken.
  9. Liebevolle Zuwendung, Zärtlichkeit und Körperkontakt werden für die Beziehung zu dem Erkrankten immer wichtiger.
  10. Vergessen Sie nicht sich selbst!

Informationsmaterial

Informationsmaterial zum Download für Sie bereitgestellt:

Handout des Vortrages, Angehörige im Kontakt mit der Trauer von Menschen mit Demenz

Gehalten während der Fachtagung: „Merkt ihr, dass ich traurig bin?“
Eine Annäherung an das Erleben demenziell
veränderter Menschen. 1. Nov. 2019 von
Dr.in Carmen Birkholz, Essen

 Demenz – Aufnahme ins Krankenhaus 545kb
Informationsbogen über einen Patienten mit einer Demenz für die Aufnahme in das Krankenhaus.

Wird ein Demenzkranker in ein Krankenhaus eingeliefert, steht das Klinikpersonal oft vor schwierigen Situationen. Die Krankenpflleger und -pflegerinnen können sich nicht 24 Stunden nur um den Demenzkranken kümmern, die Kranken benötigen aber sehr viel Unterstützung. Deshalb hat die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V., Berlin, einen Informationsbogen entwickelt, der zu den Unterlagen des Erkrankten gehören sollte und so dem Klinikpersonal wichtige Hilfsangebote liefert.

In eigener Sache:

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 Mitgliedsantrag

Helferkreis

Der Helferkreis basiert auf dem Grundsatz von Freiwilligkeit. Die Helferinnen/Helfer sind Mitglieder der Alzheimer Gesellschaft Hannover e.V. Sie üben ihre Tätigkeit zur Entlastung der Angehörigen im Sinne der Satzung der Alzheimer Gesellschaft Hannover e.V. aus.

Die Helferinnen/Helfer wollen dazu beitragen, dass sowohl pflegende Angehörige von demenziell erkrankten Menschen ihre Würde behalten und ein – soweit wie möglich – normales Leben führen können.

 

Aufgaben der freiwilligen Helferinnen/Helfer

Die Helferinnen/Helfer stellen sich für die stundenweise Entlastung pflegender Angehöriger im häuslichen Umfeld zur Verfügung. Sie üben Solidarität mit den Erkrankten, sie haben Achtung vor dem Anders-Sein und nehmen die vorhandenen Ressourcen der Kranken wahr. Sie leisten keine Pflege, sondern führen ausschließlich Betreuungsangebote mit den Erkrankten durch, z. B. Spaziergänge, Vorlesen und Spiele.

Wenn Sie

  • einen demenzkranken Angehörigen in der häuslichen Gemeinschaft pflegen und betreuen und dabei die Hilfe einer Helferin oder eines Helfers in Anspruch nehmen wollen oder
  • sich vorstellen können, selbst als Helferin/ Helfer zur stundenweise Entlastung pflegender Angehöriger zur Verfügung zu stehen

sprechen Sie uns bitte an!

 

Der Helferkreis ist ein nach dem Landesrecht Niedersachen anerkanntes niedrigschwelliges Betreuungs- bzw. Entlastungsangebot nach § 45b SGB XI. Die Kosten für die Inanspruchnahme betragen 7,50 €/Std. und können bei vorhandener Einstufung in einen Pflegegrad (mindestens Pflegegrad 1 nach dem Pflegestärkungsgesetz) bei der Pflegeversicherung im Rahmen der „Entlastungsleistungen“ in Rechnung gestellt werden. Maximal stehen hierfür 125 € zur Verfügung.

 

Zur Mitarbeit im Helferkreis wenden wir uns an:

  • ehemals pflegende Angehörige, die ihre erworbene Kompetenz in Pflege und Betreuung demenzkranker Menschen weitergeben  möchten,
  • interessierte Personen, die nach einer sie erfüllenden sozialen Aufgabe suchen,
  • Menschen, die sich nach Ausscheiden aus dem Berufsleben sinnvoll in zwischenmenschlichen Begegnungen engagieren wollen.

Wir unterstützen Sie durch

  • Schulung für den Umgang mit demenzkranken Menschen
  • Begleitung bei den Einsätzen durch regelmäßige Praxisberatung